Interview mit dem DAV zur Eröffnung meines Ausbildungszentrums: Astrologieschule Köln-Bayenthal

DAV: Du bist Regisseurin, Astrologin, Alchemistin und Horoskop- Aufstellerin. Dein Weg ging über Kunst zur Psychologie und schließlich zur Spiritualität. Im Oktober 2014 eröffnetest du ein Ausbildungszentrum DAV in Köln. Was hat dich dazu motiviert?

Nachdem ich Mitglied im DAV wurde und „Geprüfte Astrologin“, war es einfach folgerichtig mit meiner Astrologieschule auch ein DAV-Ausbildungszentrum zu werden. Ich freue mich, einen starken Berufsverband hinter mir zu haben, der in seinen Ausbildungen hohe Qualität voraussetzt und garantiert. In den letzten Jahren habe ich sehr viel Wissen gesammelt und sehr viel Lebenserfahrung. Das will ich jetzt weiter geben. Als begeisterte Astrologin habe ich vor, bis ins hohe Alter zu unterrichten. Ein professioneller Hintergrund ist dabei unerlässlich.

DAV: Hast du dein Zentrum unter einer speziellen Konstellation offiziell eröffnet? Ich habe mir natürlich das Horoskop sofort angesehen – und mich dann sehr darüber gefreut. Die Zertifizierung fand statt am 19.09.2014 um 13:59 Uhr. Was finden wir vor?

Der Aszendent Schütze weist hin auf das Thema der Astrologieschule: Fülle des Wissens und der Wissensvermittlung, – ein Wissen, dass allerdings mehr auf die großen philosophischen Zusammenhänge und Sinnfragen zielt als auf die einzelnen Informationen. Dazu gesellt sich eine Jungfrau-Sonne im 9.Haus: Wissens- und Erkenntnisvermittlung sollen dem Astrologie-Studenten in seinem Leben außerdem praktischen Nutzen bringen! Es gilt zu überprüfen, was davon im Leben brauchbar und praktikabel ist und was nicht! Als Künstlerin und Therapeutin habe ich mich natürlich über den Mond im 8.Haus in Löwe ganz besonders gefreut! Die Ausbildung bringt kraftvolle starke Gefühle hervor, die wiederum tiefe Wandlungen bewirken. Kreativ-schöpferische Energie wird frei von einengenden Glaubenssätzen. Letzten Endes zielt mit dem Waage-MC alles auf Ausgleich, inneren Frieden und Harmonie. Na, wenn das nicht spannend ist?!

DAV: Gibt es spezielle Ziele, die du mit deinem Zentrum verfolgst?

Ja. Mir ist es ein Anliegen, dass die Ausbildung wesentlich mehr ist, als eine rein intellektuelle, handwerklich-technische Schulung. Selbsterfahrung, Fühlen und Erleben öffnen tiefere Quellen zu Lebenserkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung.

DAV: In Köln gibt es drei DAV-Zentren. Ist wirklich ein so großer Bedarf in Köln vorhanden?

Ich sehe das positiv. Es hat mich ja auch schon als Astrologieschule gegeben, lange bevor ich ein DAV- Ausbildungsinstitut wurde. Ich unterrichte Astrologie seit 2005, also seit 10 Jahren. Im letzten Herbst hat gerade wieder eine Ausbildungsgruppe bei mir das Studium begonnen, und im Oktober 2015 wird eine weitere Ausbildungsgruppe starten. Köln ist eine große Stadt mit einem großen Umfeld. Zu mir und den beiden anderen DAV-Ausbildungszentren kommen auch Menschen aus dem Umfeld, aus der Eifel und aus Wuppertal, Düsseldorf, Mainz, Aachen. Es gibt also Platz für alle. Ich habe zudem den Eindruck, dass das Interesse an Astrologie und an einer professionellen astrologischen Ausbildung durchaus im Aufwärtstrend ist. Nachdem es eine „saure Gurkenzeit“ gab, kehrt die Neugier, die Faszination und die Offenheit für das Thema Astrologie begrüßenswerter Weise zurück.

DAV: Kooperierst du mit anderen Ausbildungszentren DAV?

Ja, sehr gerne. Ich habe mit Heidi Treier gerade gemeinsam den Tag der Astrologie in Köln gestaltet. Es war sehr schön und unterstützend zusammen an die Öffentlichkeit zu treten. Gemeinsam sind wir stark!

DAV: Wie viel Klassen/Gruppen hast du bisher? Bist du die einzige Dozentin?

Ich habe seit 2005 neun Ausbildungsgruppen begleitet, im Oktober startet die zehnte. Ich unterrichte allein, lade aber ab und an einen Kollegen oder eine Kollegin für Spezialthemen ein. So unterrichtet zum Beispiel Christian König Fixsternastrologie bei mir. Hermann Meyer habe ich gerade für eine Weiterbildung in ASTROCOACHING nach Köln geholt. Eine enorme Resonanz: 19 TeilnehmerInnen!

DAV: Wer sind deine Teilnehmer?

Eine wunderbare Mischung der verschiedensten Menschen! – Ich hatte und habe Teilnehmer und Teilnehmerinnen zwischen 21 – 70 Jahren. Sie haben die unterschiedlichsten Berufe und Lebensgeschichten. Ob Arzt, Psychotherapeutin, Künstler, Sekretärin, Frisör, Altenpflegerin, Lehrerin, Förster, Hausfrau, Heilpraktiker, Kindergärtnerin: Was alle verbindet ist die Faszination an der Astrologie und die Sehnsucht nach Erkenntnis, nach den Ursprüngen der menschlichen Sinnfragen, nach den uralten Wurzeln aus denen wir alle kommen. Manche wollen später nebenberuflich beratend tätig sein, manche wissen noch gar nicht, was ihr Ziel ist. Sie genießen die Fortbildung als spannenden Ausgleich zu ihrem Berufsalltag. Sie finden erst im Laufe der Ausbildung heraus, wohin ihr ganz persönlicher Weg führt. Fast alle freuen sich über den großen Anteil der Selbsterfahrung in der Gruppe mit dem eigenen Horoskop.

DAV: Was hat sich für dich geändert, seitdem du ein Zentrum führst?

Mein Unterrichtsstil hat sich nicht verändert. Ich habe aber das angenehme Gefühl, den DAV als Berufsverband stärkend im Rücken zu spüren. Die Vernetzung mit anderen Astrologinnen und Astrologen ist darüber hinaus bereichernd und inspirierend.

DAV: Wie verläuft bei dir eine Astrologie-Ausbildung? Kommen deine Teilnehmer auch in Berührung mit anderen Themen oder Methoden als die Astrologie?

Es ist meine tiefste Überzeugung, spielerisch-kreativ und tiefgreifend nachhaltig den umfangreichen Stoff zu unterrichten, Astrologie sowohl geistig zu vermitteln als auch fühlbar und sinnlich erlebbar zu machen. Deshalb gliedere ich den umfangreichen Stoff in Theorie-, Praxis- und Erfahrungssequenzen, in denen die Qualitäten der Planeten und Energien körperlich, seelisch und geistig erfahren und tief verankert werden, – unter anderem durch Malen, Phantasiereisen, Rollenspiele, Meditationen, Horoskopaufstellungen und Musik. In bewusst klein gehaltenen Lerngruppen führe ich in zwölf Wochenenden pro Jahr immer tiefer in die spannende Materie ein. Es gibt pro Unterrichtseinheit ausführliche Skripte, verschiedene Hausaufgaben und sowohl nach dem ersten Jahr wie auch am Ende der gesamten dreijährigen Ausbildung eine ausführliche Überprüfung und Supervision der Fähigkeiten inklusive der Beraterkompetenz.

DAV: Erlangen deine Teilnehmer trotz dieser Vielfalt an Angebot die DAV-Prüfungsreife?

Ja, natürlich. Die Ausbildung ist so angelegt, dass alle Inhalte die für die DAV-Prüfung relevant sind, gelehrt werden: Neben den astrologischen und astronomischen Grundlagen gehören selbstverständlich auch Einblicke in die Geschichte der Astrologie dazu. Ferner vermittle ich einen Überblick über die Schulen der Astrologie, Geburtszeitkorrektur, Häusersysteme, Prognosemethoden, die Radix- und die Solar-Berechnung. Darüber hinaus lege ich größten Wert auf die Kunst der Deutung und die Kunst der astrologischen Beratung.

DAV: Abgesehen von dieser inhaltlichen Verpflichtung dem DAV gegenüber gibt es noch andere Lernziele, die dir am Herzen liegen bzw. Kompetenzen, die du unbedingt vermitteln möchtest?

Ich gebe meine Lebens- und Berufserfahrung auf allen Ebenen weiter. Dabei bin ich Lehrerin und Lernende gleichzeitig: Ich lerne im lebendigen Austausch von jedem Menschen, der mir begegnet. Ich wünsche mir, dass die Menschen, die ich ausbilde wachsen und zu ihrem Wesenskern vordringen. Und das wünsche ich mir auch für mich selbst.

DAV: Welchen Bereich der Astrologie unterrichtest du am liebsten?

Gar keine Frage: Die Kunst der astrologischen Deutung und der astrologischen Beratung.

DAV: Wie würdest du deine eigene astrologische Ausrichtung beschreiben?

Gar nicht so leicht zu beantworten! Dafür gibt es keine passende Schublade. Astrologie ist für mich ein Erkenntnisinstrument, das ich – bedingt durch meine persönliche Biografie – erweitert habe um viele künstlerische, spirituelle, therapeutische und energetische Ebenen. Angefangen habe ich mit der Ausbildung in Psychologischer Astrologie bei Hermann Meyer und seinen Dozenten. Eine tief bewegende Erfahrung und aufregende Entdeckung war für mich die Weiterbildung bei Brigitte Becvar-Jost in Horoskopaufstellung. Natürlich prägt mich aber auch meine 30-jährige Berufserfahrung als Theaterregisseurin und meine langjährige Ausbildung und praktische Arbeit als tiefenpsychologische Körpertherapeutin. Mit meiner starken Schütze-Betonung blieb mir nichts anderes übrig als ständig weiter zu lernen. Und so folgten Ausbildungen in Energiearbeit, Schamanismus, Reiki, Matrix- und Quantenheilung. Und so wie ich mich kenne, wird es dabei nicht bleiben…

DAV: Hättest du ein Motto, das zu deinem Schulungsstil besonders gut passt?

„Zeige deine Wunde“ Joseph Beuys

DAV: Anita, ich danke dir für das Interview.

(Helen Fritsch, erste Vorsitzende DAV)