Verzeihen und vergeben, kannst du das? Oder fällt es dir schwer? Wenn es aber zu leicht geht, stimmt oft auch etwas nicht. Zu schnell gesagt und zu schnell getan. Überspringst du da nicht unter Umständen etwas Wichtiges? Deine Verletzungen wollen heilen. Und wie könnte das gehen?

Es macht großen Sinn, sich seinen inneren Verletzungen zu stellen. In dir befinden sich vielleicht unbewusste Anteile, die weinen möchten oder schreien. Anteile, die sich bisher noch nicht ausdrücken durften. Es macht Sinn und ist ein Werk der Liebe, dir selbst in deiner Not Raum zu geben.

Körpertherapie ist dafür ein guter Weg. Der Körper hat seine eigene Sprache und lügt nicht, er drückt vielmehr aus, was wir oft mit der Sprache versuchen zu verbergen oder zu kontrollieren. Das Besondere besteht darin, dass mit im Körper gespeicherten Erinnerungen aus vor – sprachlicher Zeit umgegangen und gearbeitet wird. Nicht allein unsere Kindheit, sondern auch die Erfahrungen in der Gebärmutter, in unserem „ersten Zuhause“ prägen uns und entscheiden über unser Leben. Störungen in dieser frühen Lebensphase erzeugen Reaktionsmuster und Verhalten, die das ganze spätere Leben beeinträchtigen können. Wenn das Kind im Mutterleib erlebt, nicht gefühlt zu werden, keine Resonanz zu bekommen oder ungewollt zu sein, kann es kein Urvertrauen entwickeln. Ein Gefühl von Verlorenheit, Frustration und Rückzug stellt sich ein. Das Kind entwickelt verschiedenste Überlebens – Strategien. Diese Muster und Verhaltensweisen, die im erwachsenen Leben seine Persönlichkeit, Beziehungen und das gesamte Lebensgefühl prägen und beeinträchtigen, können bearbeitet werden.