„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Albert Einstein

Kunst ist Nahrung für die Seele.

Mit seiner Aussage: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“ wandelte Joseph Beuys das Zitat von Novalis: „Jeder Mensch kann ein Künstler sein.“
von der Möglichkeit in eine Ist-Form um und schuf so ein Bewusstsein für die eigene schöpferische Kraft, welche im eigenen Denken begründet liegt.
Beuys: „Damit sage ich nichts über die Qualität. Ich sage nur etwas über die prinzipielle Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt. Das Schöpferische erkläre ich als das Künstlerische, und das ist mein Kunstbegriff.“

Joseph Beuys erfasst in seinem erweiterten Kunstbegriff keinen rein theoretischen Ansatz, sondern eine Grundformel des Seins. Seiner Vorstellung nach, ist jeder Mensch zur Kreativität fähig, denn jeder Mensch besitzt ihm eigene schöpferische, die Welt bestimmende Fähigkeiten.

Als Künstler werden heute in der bildenden Kunst, der angewandten Kunst, der darstellenden Kunst, der Literatur sowie in der Musik kreativ tätige Menschen bezeichnet, die als Arbeiten oder Kunstwerke bezeichnete Erzeugnisse künstlerischen Schaffens hervorbringen. Die Summe aller Arbeiten eines Künstlers wird als sein Werk bezeichnet.
Im Kontext der deutschen Geistesgeschichte ist das Künstlertum mehr als nur ein Beruf. Für Goethe und Schiller war der Künstler der Inbegriff eines gebildeten Menschen. Diese philosophische Auffassung zieht sich als roter Faden von der Klassik über Wilhelm von Humboldt, zu Thomas Mann und vielen weiteren. Die allgemein-gesellschaftliche Reduzierung des umfassenden Begriffs des Künstlers als kreatives, gebildetes Individuum der Lebenskunst zur alleinigen Berufsbezeichnung fand erst im 20. Jahrhundert statt.
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