Meine Arbeit als Therapeutin ist erfüllend und beglückend. Oft verlangt sie mir alles ab.
Die wichtigste Aufgabe dabei ist, zuzuhören und zwar ganz und gar und mitzufühlen.
Dabei bin ich ganz beim Klienten oder bei der Klientin. Ich bin oft berührt und auch
gerührt. Aber das gefühl des Mitleids wäre völlig fehl am Platz.
Wenn wir Mitleid empfinden, können wir nicht mehr helfen. Wir steigen dann
mit in den Abgrund.
Aber wenn ich mitfühle, beleib ich am Rand des Abgrunds stehen.

So und nur so kann ich eine helfende Hand reichen.

“Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.”
Rainer Maria Rilke