Älter werden … ein Prozess, ja, das will gelernt sein! Ich bin heute ein großes Stück weiter gekommen. Ich habe mich heute entschlossen endlich damit aufzuhören, mir die Haare zu färben, die Nägel mit Gel zu verändern. Weg mit dem ganzen Zeug! Ich gebe der Natur Raum.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus einer Erzählung von mir dazu:

„Sie setzte sich hin und durchforschte ihr Inneres. Hier half nur gnadenlose, konsequente Ehrlichkeit und der Mut sich das anzusehen, was sie nicht sehen wollte. Die negativen und plakativen Bilder, die sie nun in sich entdecken musste, und die sie mit dem Alter verband, waren tatsächlich erschreckend. Sie hatte Angst, dass ihr Körper trotz alledem doch irgendwann, vielleicht sogar in absehbarer Zeit, schwach, kraftlos, müde, hässlich werden würde. Sie hatte Angst, zu welken wie eine Pflanze im Herbst und zu erfrieren wie ein blattloser Baum im Winter. Sie hatte Angst zu verarmen, wenn sie nicht mehr pausenlos arbeitete… Sie hatte Angst vor ihrem zahnlosen Mund, Ekel vor Gebrechen, Gesabber und Inkontinenz. Sie hatte Angst, ihre Würde zu verlieren. – Sie atmete mehrmals tief ein und wieder aus. Das war es also. Ja. Das war es wovor sie sich fürchtete.“