– Sternzeichen/Aszendent: Stier/Skorpion
– Lieblingsbuch: Phantastische Literatur von Kai Meyer, E.T.A.Hoffmann und die Stücke von Kleist
– Lieblingsmusik: Canon in D von Pachelbel
– Lieblingsfilme: „Der Kontrakt des Zeichners“ von Peter Greenaway
– Mein persönliches Motto: Sich immer wieder öffnen

Anita, die Astrologie begleitet Sie ja schon viele Jahre. Aber nicht nur die. Was noch?

Die Faszination für die Astrologie stammt schon aus meiner Kindheit. Als kleines Mädchen staunte ich über die aufregenden Abbildungen in alten Büchern, die Astrologen und Alchemisten bei der Arbeit zeigten. Das hat auch meine Berufswünsche damals geprägt: Ich wollte erst Zauberin werden, dann Dompteurin, und später Priesterin. Und all das bin ich im Grunde auch geworden…

Sie sind sozusagen Zauberin, Dompteurin und Priesterin geworden? Wie ist das zu verstehen?

(lacht) Ich habe 30 Jahre lang als Theater-Regisseurin gearbeitet! „Verzaubert“ habe ich mit über 60 Inszenierungen mein Publikum; da Schauspieler keine unkomplizierten Menschen sind, glich meine Aufgabe manchmal auch der eines Dompteurs. Und als engagierte Künstlerin, wollte ich den Menschen im Publikum einen Spiegel vorhalten und Erkenntnis ermöglichen – so wie eine Priesterin vielleicht. Aber im Ernst: Als ich vor neun Jahren neben der Arbeit im Theater meine Ausbildung zur Psychotherapeutin machte, waren meine Erfahrungen mit den Schauspielern von unschätzbarem Wert.

Die Arbeit mit den Schauspielern hat Sie auf Ihre Arbeit als Psychotherapeutin und Astrologin vorbereitet?

Ja, in mehrfacher Hinsicht. Zum Einen erwähnte ich ja bereits, dass Schauspieler oft sehr komplizierte Menschen sind. Um ein Stück zum Erfolg zu bringen, muss man all diese schwierigen Persönlichkeiten verstehen und liebevoll zusammen führen können. Zum Anderen habe ich in diesen 30 Jahren Theatererfahrung sehr viel über die menschliche Psyche an sich gelernt, so dass ich heute gleichzeitig einen Blick – oder eben ein Gehör – für wichtige Details habe und das mit sehr, sehr vielen Erfahrungen abgleichen kann.

Ihre Erfahrungen als Regisseurin und Therapeutin binden Sie also auch in Ihre Beratungen ein?

Natürlich. Die Astrologie oder das Kartenlegen –  sind im Grunde nur Hilfsmittel. Sie sind das Handwerkszeug, das ein Berater beherrschen muss. Wichtiger als das ist aber die Empathie. Ein Berater muss sich in den Ratsuchenden hineinversetzen können, ohne die neutrale Distanz des Beobachters zu verlieren. Denn es geht schließlich darum, neue Perspektiven aufzuzeigen, die der Betroffene nicht hat, weil er zu nah dran ist an seiner Krise. Andererseits muss er sich hineinversetzen können, um zu erkennen, welches die für den Ratsuchenden wichtigen Aspekte sind, was hinter einer Frage wirklich steckt, worum es im Kern geht. Und das sind Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Lebens erworben habe. Die Theaterlaufbahn und die Therapieausbildung waren wichtige Stufen für mein Wachstum.

Gibt es Beratungen, die Sie besonders gerne durchführen?

Ich freue mich über jeden Anrufer, der sich dessen bewusst ist, dass weder die Sterne noch die Karten uns im Leben etwas abnehmen können, dass aber ein guter liebevoller Rat oder ein offenes Ohr weiter helfen können.

Wie kann so ein guter Rat denn zum Beispiel aussehen?

Wie die Antwort genau aussehen muss, das erarbeite ich mit dem Anrufer und meinem Handwerkszeug. Und manchmal ist nicht nur der Anrufer von meiner Präzisionsarbeit überrascht, sondern hin und wieder stehe ich selbst auch heute noch staunend vor dem, was die Sterne über uns verraten. Das Leben ist ein Abenteuer und ich stehe meinen Anrufern dabei gerne mit meiner Erfahrung und meinem Können zur Seite.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

„Zukunftsblick“ / Interview