Dem Schock und Schrecken mit Wärme begegnen ist bereits Therapie.

 

Das Wesentliche bei der Körpertherapie besteht darin, dass in den Sitzungen der Körper und die Körperwahrnehmung eine größere Rolle spielen als in einer reinen Gesprächstherapie.

Der Körper hat seine eigene Sprache und lügt nicht. Er drückt vielmehr aus, was wir oft mit der Sprache versuchen zu verbergen oder zu kontrollieren.

Das Besondere besteht darin, dass mit im Körper gespeicherten Erinnerungen aus vor – sprachlicher Zeit gearbeitet wird. Nicht allein unsere Kindheit, sondern auch die Erfahrungen in der Gebärmutter prägen uns. Sie entscheiden über unser Leben. Störungen in dieser frühen Lebensphase erzeugen Reaktionsmuster und Verhalten. Diese Muster können das ganze spätere Leben beeinträchtigen. Wenn das Kind im Mutterleib erlebt, keine Resonanz zu bekommen oder ungewollt zu sein, kann es kein Urvertrauen entwickeln. Ein Gefühl von Verlorenheit, Frustration und Rückzug stellt sich ein. Das Kind entwickelt verschiedenste “Überlebens – Strategien“. Das sind Muster und Verhaltensweisen, die im erwachsenen Leben seine Persönlichkeit, Beziehungen und das gesamte Lebensgefühl prägen und beeinträchtigen.

In der Resonanz einer tragenden, sicheren Therapiebeziehung entwickelt sich Verständnis und Akzeptanz für die einst lebensnotwendigen Schutzfunktionen, die das „Überleben“ sicherten.
Es werden Entwicklungsschritte aus frühkindlicher Zeit nachgeholt und integriert.

Durch neue gute Erfahrungen und durch wachsendes Vertrauen in den eigenen Körper und in die eigenen Gefühle wird es möglich, sich vertrauensvoll im Hier und Jetzt auf den Fluss des Lebens einzulassen. Es entsteht das entspannte Gefühl, einfach nur da zu sein, das Empfinden, geborgen und gehalten zu werden, nichts tun zu müssen.